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Unternehmerisches Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement unterlag in den letzten Jahrzehnten einem extremen Wandel:

Zu Beginn der Industrialisierung wurden fehlerhafte Produkte am Ende der Produktion aussortiert, damit der Kunde damit nicht in Kontakt kam. Im Zuge der Industrialisierung und zunehmenden Arbeitsteilung nach Taylor wurde die Zwischenprüfung eingeführt. Es sollte die Weiterverarbeitung von fehlerhaften Produkten vermieden werden - es entstand die Qualitätssicherung.

Während der Weltkriege wurde unter hohem Effizienzdruck und geringer Ressourcenverfügbarkeit die präventive Fehlervermeidung entwickelt. So wurde durch Abschätzung von Risiken und potenziellen Fehlern bewirkt, dass Ressourcen durch Fehler und Verschwendung vermieden wurden - das Qualitätsmanagement der Produktion war geboren.

In den 70er Jahren - die Märkte waren zunehmend gesättigt und ein Käufermarkt etablierte sich - wurden alle Unternehmen auf Kunden- und Prozessorientierung getrimmt. Kein Unternehmen konnte sich erlauben Tätigkeiten durchzuführen, welche nicht unmittelbar und mittelbar einen Beitrag zur Kundenzufriedenheit lieferten. Dabei wurden die Erfahrungen des Qualitätsmanagements aus der Produktion auf alle Bereiche des Unternehmens ausgeweitet.

In den 90er Jahren fand das so genannte umfassende Qualitätsmanagement (TQM) seinen Höhepunkt - leider auch den Höhepunkt der Bürokratie. Seitdem arbeiten viele Unternehmen daran einfache Lösungen zu finden, wie der gleiche Effekt einer hervorragend organisierten Organisation mit minimaler Bürokratie erreicht werden kann. Diese Fragestellung beschäftigte uns an der RWTH Aachen auch über Jahre. Das Resultat ist das Unternehmerische Qualitätsmanagement.

Entwicklung im Qualitätsmanagement

Prof. Schmitt definiert seitdem: Unternehmerisches Qualitätsmanagement ist das Beherrschbarmachen der organisatorischen Komplexität, um wirksame Führung hin zu Unternehmerischer Qualität zu ermöglichen.