Integrierte Managementsysteme

Unter Integrierten Managementsystemen wird die technische und inhaltliche Integration unterschiedlicher Managementsysteme verstanden, wie z. B. ein QM-System, ein Umweltmanagementsystem, ein Energiemanagementsystem und ein Managementsystem für Arbeitssicherheit. Da heutzutage alle Managementsysteme prozessorientiert ausgestaltet werden, lassen sich diese hervorragend ineinander integrieren.

Wir halten es für fraglich, ob auf der Seite der realen Managementsysteme jemals etwas anderes als Integrierte Managementsysteme existierten. So waren schon immer z. B. in einem Einkaufs- und Wareneingangsprozess Aspekte aus den Disziplinen Qualitätssicherung, Umweltschutz und Arbeitssicherheit zu berücksichtigen. Diese Aspekte wurden jedoch in der Vergangenheit in unterschiedlichen Managementsystem-Dokumentationen abgebildet. Damit wurde der gleiche Prozess bzw. Ausschnitte des gleichen Prozesses aus unterschiedlichen Perspektiven an unterschiedlichen Stellen abgebildet.

Bildet die Managementsystem-Dokumentation die realen Abläufe im Unternehmen in einer zusammenhängenden Prozesslandschaft ab, so liegt automatisch ein integriertes Managementsystem vor. Dabei sollte das Managementsystem keinesfalls in der Struktur von Kriterienkatalogen entsprechend relevanter Normen aufgebaut werden, sondern die Normzuordnung sollte im Hintergrund stattfinden und den Mitarbeiter im Alltag nicht tangieren.

Wenn wir bei Modell Aachen von Integration sprechen, meinen wir damit selten ein integriertes Managementsystem, denn das ist für uns selbstverständlich. Unter Integration im Umfeld interaktiver Managementsysteme verstehen wir vielmehr die IT-technische Integration der Managementsystem-Dokumentation in die restliche IT-Struktur, so dass Dokumentation und Ausführung näher zusammenrücken. Außerdem sprechen wir von organisatorischer Integration der Managementsystem-Dokumentation in den Alltag aller Mitarbeiter, so dass diese zu einem alltäglichen, hilfreichen Werkzeug der Mitarbeiter wird.