Stell dir mal Folgendes vor: Ein QMB sitzt vor drei Excel-Listen aus drei Abteilungen und bereitet den nächsten Management-Review vor. Die Produktion hat ihre Liste, der Einkauf seine, die IT wieder eine andere. Alle drei sind unterschiedlich aktuell, zwei nutzen eine abweichende Bewertungsskala, und in einer fehlt seit dem letzten Update die Spalte für den Verantwortlichen. Bevor ihr also überhaupt Inhalte besprechen könnt, geht die erste Stunde für den Abgleich verloren.
Kommt dir das Szenario bekannt vor? Damit bist du nicht allein. Fast jedes Unternehmen, das Risikomanagement nach ISO 9001 oder ISO 27001 betreibt, startet zunächst mit Excel. Völlig nachvollziehbar: Excel ist da, jeder kennt es, man muss nichts einführen. Das Problem zeigt sich erst später, wenn aus einer Liste mehrere werden und aus einer Person mehrere Teams.
Es liegt nicht daran, dass Excel ein schlechtes Werkzeug wäre. Es liegt daran, dass Risikomanagement eine kollaborative Angelegenheit ist – und Excel eben nicht.
Nehmt ihr diese drei Probleme ernst, ergibt sich eine klare Anforderungsliste, unabhängig davon, mit welchem Tool ihr am Ende arbeitet:
Hier soll nicht die Qualität von Excel als Tabellen-Tool infrage gestellt werden. Aber dieses Werkzeug wurde eben nicht für kollaborative, sich verändernde Prozesse entwickelt, sondern für einzelne, statische Tabellen.
In der Pilotphase unseres neuen Risikomanagement-Moduls zeigte sich das sehr konkret: Eines der teilnehmenden Unternehmen berichtete, dass bei ihnen rund 30 Risiken und 20 verknüpfte Maßnahmen zusammenliefen. Alle in derselben Struktur, alle mit derselben Bewertungslogik, obwohl die Risiken aus zwei verschiedenen Normen stammten. Nämlich: ISO 9001, seit Jahren etabliert, und ISO 27001, gerade neu hinzugekommen. Ein Muster, das im Mittelstand häufig vorkommt.
Es zeigt, dass eine gemeinsame Struktur auch dann trägt, wenn mehrere Normen gleichzeitig bedient werden müssen. Der Punkt, der in den Rückmeldungen am häufigsten als eigentlicher Aha-Moment genannt wurde, erscheint zunächst unspektakulär: die automatische Erinnerung bei fälligen Maßnahmen. Kein manuelles Nachhaken mehr, keine Frage mehr, ob jemand die Excel-Zeile aktualisiert hat. Die Erinnerung kam einfach: zuverlässig, an alle Beteiligten. Und eine große Erleichterung im Arbeitsalltag.
Es geht also nicht darum, ein neues Tool nur um des neuen Tools willen einzuführen, sondern ein System anzubieten, das Risikomanagement ganz einfach ins Tagesgeschäft integriert. So wird es zum strategischen Instrument und wartet nicht als „digitaler Papiertiger“ auf das nächste Audit.
Wenn du dich in einer der drei Situationen von oben wiederfindest – parallele Listen, unklarer Maßnahmenstatus oder fehlender Verlauf – lohnt sich ein genauerer Blick auf euer aktuelles Vorgehen. Stellt euch die Frage: Wie viele Excel-Dateien bräuchte es wirklich, um euren aktuellen Risikostatus vollständig abzubilden?
Und geht es nicht auch anders und leichter? Am besten lässt sich das im eigenen Alltag testen, unverbindlich und vier Wochen kostenlos.
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