ISO 9001: So überzeugst du deine Geschäftsführung 2026 endlich von einer QM-Software

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Von

Tim Grafenhorst

Veröffentlicht am

14.1.2026

Seit dem Amendment 1:2024 ist klar: Die ISO 9001 bewegt sich mit verbindlichen Anforderungen zu Klimawandel und nachhaltiger Unternehmensführung in eine neue Richtung. Doch das war erst der Anfang! Im Herbst 2026 steht eine umfassendere Revision an, die auch Themen wie Digitalisierung, Qualitätskultur und ethisches Verhalten tiefer in den Standards integriert. Es gibt also Einiges zu tun.

Für Qualitätsmanager bedeutet das:

  • mehr Verantwortung
  • mehr Nachweisbedarf
  • mehr Druck, endlich auf digitale Lösungen zu setzen

Ein super Aufhänger für QMler, um die Geschäftsführung endlich von einer professionellen QM-Software zu überzeugen.

Das Amendment 1:2024 – Klimaschutz wird Pflicht

Die ISO hat im Februar 2024 zahlreiche Normen angepasst, darunter ISO 9001, 14001, 45001 und 50001. Seit Mai 2024 ist das Amendment offiziell verbindlich und wird in externen Audits überprüft.

Kernpunkte der Änderung:

  • Unternehmen müssen prüfen, ob und wie der Klimawandel Produkt- oder Dienstleistungen beeinflusst. Zum Beispiel könnten Extremwetterereignisse die Lieferfähigkeit gefährden (Abschnitt 4.1).
  • Interessierte Parteien, wie Kunden, Behörden, Investoren, Lieferanten etc., können Anforderungen in Bezug auf den Klimawandel stellen, zum Beispiel eine klimafreundliche Lieferung (Abschnitt 4.2).
  • Diese Anforderungen gelten nicht nur für Umweltmanagementsysteme, sondern ausdrücklich auch für das Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Unternehmen müssen Risiken und Chancen im Kontext des Klimawandels also systematisch bewerten und dokumentieren.

Was bisher eher als nachhaltiges Nice-to-have gehandhabt wurde, ist seit 2025 weltweit auditrelevant und führt bei vielen Firmen zu Nebenabweichungen.

Die Revision 2026 – Digitalisierung, Ethik, Resilienz

Die kommende Revision der ISO 9001 baut auf diesen Änderungen auf. Sie richtet die Qualitätsmanagementnorm zwar nicht grundlegend neu aus, entwickelt die bestehende Struktur von 2015 aber deutlich weiter.

Wichtige Schwerpunkte der Revision:

  • Nachhaltigkeit & Klimawandel: Die 2024 eingeführten Klimaanforderungen werden fest integriert.
  • Digitalisierung: Künstliche Intelligenz, Datenanalyse und Automatisierung werden explizit für das Qualitätsmanagement empfohlen.
  • Qualitätskultur & Ethik: Organisationen müssen stärker belegen, dass sie Qualität und Integrität als Werte leben – QM betrifft jetzt alle. Verantwortlich ist darum nicht mehr der QMler, sondern die oberste Leitung.
  • Risikomanagement & Lieferkette: Ein präziser, proaktiver Umgang mit Risiken und Störungen wird verlangt.
  • Chancenmanagement: Neben Risiken sollen Organisationen Chancen systematischer erkennen und nutzen.

Damit verschiebt sich der Fokus der ISO 9001 weg von dokumentierter Konformität hin zu strategischer, digital gestützter Unternehmensführung.

Die Normrevision als strategischer Hebel

Für Qualitätsmanager heißt das: Die Anforderungen steigen, während Ressourcen und Werkzeuge oft noch auf dem Stand von 2015 sind. Doch spätestens mit den neuen Normvorgaben reicht es nicht mehr aus, alles einfach irgendwie irgendwo zu dokumentieren. Was im Audit bisher akzeptiert wurde, kann künftig für eine Abweichung sorgen. Für viele Qualitätsmanager ist die Revision darum eine willkommene Gelegenheit, um das Thema QM-Software intern neu aufzurollen.

Und mit diesen Argumenten überzeugst du deine Geschäftsführung:

  • Externe Auditoren müssen künftig prüfen, wie wir Klimarisiken und interessierte Parteien dokumentieren – Excel reicht dafür nicht mehr aus. Ohne strukturiertes Tool riskieren wir Nebenabweichungen und im Zweifelsfall haftet die Geschäftsführung für das mangelhafte Risikomanagement.
  • Nicht zu digitalisieren, wird teuer! Denn die administrativen Kosten für Unternehmen steigen mit der neuen Revision weiter: Sowohl im Unternehmen als auch beim nächsten Audit werden neue Fragen gestellt, die beantwortet und dokumentiert werden müssen. Mit einem guten Tool entlasten wir den Engpass QM und leisten wichtige Vorarbeit, die am Ende Geld einspart.
  • Wenn wir jetzt modernisieren, können wir die Normänderung effizient und strategisch integrieren, statt später unter Druck schnell und unbedacht reagieren zu müssen.
  • Klingt dramatisch, ist aber wahr: Im Worst Case droht ohne digitale Lösung der Verlust der Zertifizierung. Denn nur mit einer modernen QM-Software können wir alle Risiken und Chancen strukturiert erfassen, Dokumente versionieren und auditfest verwalten, Prozesse und Freigaben digital abbilden sowie Kennzahlen und Nachhaltigkeitsziele in Dashboards visualisieren.

Damit wird aus der Revision ein strategischer Hebel, um Digitalisierung voranzutreiben und  den Fokus endlich wieder auf Qualität und Strategie zu legen, statt auf Nachweislisten und Tabellen.

Der richtige Moment ist jetzt!

Die ISO 9001 entwickelt sich von einer reinen Qualitätsnorm hin zu einem Instrument für verantwortungsvolle, nachhaltige Unternehmensführung: Seit dem Amendment 1:2024 ist Klimaschutz Pflicht, mit der Revision 2026 werden Digitalisierung und Qualitätskultur zur neuen Realität. Für dich als  Qualitätsmanager ist das die perfekte Gelegenheit, klar zu sagen:

„Wir brauchen eine Softwarelösung – nicht irgendwann, sondern jetzt.“

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